28.03.2012 · Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer fühlt sich durch seine Arbeitsbelastung erheblich gestresst. Mit diesem Ergebnis seiner Studie „Gute Arbeit“ verleiht der DGB seiner Forderung nach einer Anti-Stress-Verordnung Nachdruck.
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Ernst zu nehmende Gefährdung des Produktionsfaktors Arbeit!
Ein Politikmarketing ist diese Studie Primär nicht. Sie bezieht sich auf den Produktionsfaktor Arbeit und ein Rückschluss auf Arbeitslosigkeit ist nicht zulässig. Vielmehr geht es Arbeitsfähigkeit und die Fakoren, die diese beeinflussen. Die Studie zeigt überdeutlich, dass Arbeit und die Arbeitsbedingungen fühlbar schlechter werden. Eine Wertschätzung geleisteter Arbeit, Anerkennung des Einzelnen weicht stetig dem Funktionalitätsprinzip " Arbeit muss getan werden" . Das ist richtig, jedoch müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Arbeitsunfähigkeit hilft keinem, Stellschrauben für angemessene Bedingungen drehen ist eine dringende Angelegenheit der Verantwortlichen. Qualitativ hochwertige Arbeit ist ein Aushängeschild und kann im Stress sicher nicht hervorgebracht werden - hierzu gibt die Studie keinen Aufschluss. Andererseits kann es nicht sein, dass die Menschen hierzulande immer labiler werden, denn rumheulen bringt auch nichts, vor allem wenn der Frust nicht nur von der Arbeit kommt.
Vor allem lässt sich ja auch aus dieser Studie schließen,
das viele Leute einen Job haben und nicht mehr einem Beruf im Sinne von Berufung nachgehen. Wäre das anders, würden einige der Faktoren dieser Studie wohl anders wahrgenommen werden. Das ist zwar bedauerlich, liegt aber durchaus auch an Erziehung und Zeitgeist. Gut für die Anderen, weniger Konkurrenz, aber andererseits auch mehr Anfeindungen.
Es handelt sich ja auch um Arbeit
Im übrigen dürfte der Anteil der Gestressten bei den Arbeitgebern nicht geringer sein, im Gegenteil. Das wiederum dürften die Funktionärsfuzzis mangels Erfahrung nicht nachvollziehen können.
Gewerkschaftsmeinung : Arbeitsplatz ist Stressfaktor Nr. 1, arbeitslos
ist kein Stress. Seltsamer Weise ist die Arbeit im öffentlichen
Dienst und in der Bildung am stärksten mit Stress belastet. Liegt
das vielleicht an der Quotenregelung? Oder weil dort viele Frauen
arbeiten.
Ausserdem gibt es viele, die am "blauen Montag" krank zur
Arbeit kommen und das sogar einmal pro Woche.