Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) will der EU-Kommission mehr Handhabe bei Verstößen ihrer Mitglieder gegen die Rechtsstaatlichkeit geben. In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) vom Donnerstag schlägt Westerwelle vor, dass die EU-Kommission in einem ersten Schritt einen Bericht zu den Verstößen erstellen und den Mitgliedstaat auffordern soll, die Defizite unverzüglich zu beseitigen.
In einem zweiten Schritt könne die EU-Kommission den EU-Rat befassen, der geeigneten Maßnahmen wie das Einfrieren oder Kürzen von EU-Mitteln beschließen könne. Als letztes Mittel bliebe das Verfahren nach Artikel 7 des EU-Vertrags mit scharfen Sanktionen. Westerwelle begründet seinen Vorstoß damit, dass der Artikel 7 hohe Hürden aufbaue und daher in der Praxis noch nie zur Anwendung gekommen sei.
Die bestehenden Instrumente seien daher unzureichend, schreibt er in der F.A.Z. Der Bundesaußenminister verspricht sich von seinem Vorschlag, dass bei Verstößen gegen die Rechtstaatlichkeit oder die Demokratie die EU-Kommission frühzeitig die Initiative ergreifen könne. Als konkrete Fälle nennt er die Gefahren für die Medienfreiheit in Ungarn und für die Unabhängigkeit der Justiz in Rumänien.
typisch W Welle
Closed via SSO (hubbidubbidu)
- 09.09.2012, 15:04 Uhr
Herr Westerwelle - der Retter der Rechtsstaatlichkeit! Gott sei Dank, da
kann er gleich bei uns
Ulrike Schütt (ulrike.schuett)
- 08.09.2012, 22:13 Uhr
Diese EU hat ganz Deutschland ins Wackeln gebracht, und dieser Herr will
noch mehr davon
Dieter Spethmann (dspeth)
- 06.09.2012, 14:27 Uhr
Verstöße von Mitgliedsstaaten gegen die Rechtsstaatlichkeit
Closed via SSO (paultheodor)
- 06.09.2012, 14:01 Uhr
Der Polizeipräsident des Landes wurde vor wenigen Tagen gefeuert.
Eva Plecita (MilanPrager)
- 06.09.2012, 12:19 Uhr
