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Art Dubai Sicherer Platz für die Kunst

 ·  Die Art Dubai ist am Ziel: Sie hat sich als Kunstzentrum der Region etabliert und feiert gute Verkäufe. Ein Resümee.

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© dpa Vergrößern Auf der Art Dubai muss man keine bösen Überraschungen mehr fürchten. Hier posiert eine Frau zu „Temporal Sitter“ vom nordirischen Künstler Kevin Francis Grey.

Nach sieben Jahren hat die Art Dubai in diesem Jahr endgültig den Durchbruch geschafft. Vorbei die Zeit, dass die Galeristen aus Unsicherheit Pferde- und Falkenbilder anboten. Vorbei - so sieht es jedenfalls im Kunstmarkt aus - auch die Wirtschaftskrise in Dubai, denn die Galeristen haben so viel verkauft wie nie zuvor. In den vier Messetagen kamen mehr als 25.000 Besucher, darunter 75 Museumsgruppen, über dreihundert Institutionsleiter und zahlreiche Sammler, darunter viele Schweizer und Belgier. Das ist Rekord. Selbst aus Libanon ließen es sich die Sammler nicht nehmen, die Messe zu besuchen - obwohl die Flugzeuge einen mehrstündigen Umweg nehmen mussten, um den unsicheren Luftraum über Syrien zu meiden. So konnte die Ayyam Gallery gleich mehrere Skulpturen des libanesischen Künstlers Nadim Karam bei Preisen von 55.000 Dollar an verkaufen. Nahezu alle Stände meldeten hervorragende Verkäufe, vor allem von Künstlern der Region, die mit fünfzig Prozent der angebotenen Werke den Schwerpunkt bildeten. Gleich mehrere Interessenten hätte es für die filigran-meditative Zeichnung des pakistanischen Shootingstars Waqas Khan gegeben, erzählt die Galeristin Ursula Krinzinger aus Wien. Ein Schweizer Sammler sicherte sich das Werk für 7400 Dollar.

Doch nicht nur Künstler der Menasa-Region waren gefragt: Rodolphe Janssen aus Brüssel vermittelte ein Werk von Kendell Geers für 31.000 Dollar, und Victoria Miro aus London, die Premiere in Dubai hatten, gaben drei Werke von Yayoi Kusama ab. Einen vielbeachteten Auftritt legte Wim Delvoy mit seiner Einzelausstellung bei Arndt aus Berlin und Singapur hin: Der belgische Künstler inszenierte seine ornamentalen Bronze- und Stahlobjekte im Ambiente eines originalen 19. Jahrhundert-Salons aus Aleppo.

Die zunehmende Bedeutung der Art Dubai ist aber nicht nur an den Besucherzahlen und Verkäufen abzulesen, sondern auch am Parallelprogramm, das im Nachbaremirat Qatar mit Führungen in Privatsammlungen, Diskussionen und Ausstellungen begann. In Dubai diskutierten Gäste wie der Schriftsteller Douglas Coupland mit Mike Stipe, ehemaligem Lead-Sänger der Band R.E.M. Beide besuchten früher eine Kunsthochschule. „Ich war pathologisch schüchtern und ein schrecklicher Maler - alle Werke von damals habe ich verbrannt“, verrät Stipe. Jetzt startet er einen erneuten Versuch als Künstler. An den Abenden gaben Auktionshäuser, internationale Messen und das neue „Palestinian Museum“ Empfänge. Das Museum wird 2014 in der Nähe von Ramallah eröffnen und soll ein „sicherer Platz für unsichere Ideen“ werden, sagte Direktor Jack Persekian.

Dieses Motto passt auch zur Bilanz der Art Dubai, denn das Emirat am Golf entwickelt sich zum Treffpunkt für die Region: Immer mehr Galerien und Künstler ziehen hierher, immer weniger Zensur findet statt, immer offener können Künstler kritische Werke präsentieren. Dubai hofft, 2020 Austragungsort der Weltausstellung zu werden, Toleranz ist dafür ein wichtiger Faktor. Zunächst aber wird die achte Art Dubai stattfinden, vom 19. bis zum 22. März 2014. Dann sind die Schwerpunktländer: Zentralasien und Kaukasus.

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02.04.2013, 15:15 Uhr

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