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Al-Qaida-Führungsmitglied Kairo dementiert Angaben über Festnahme Saif al Adels

Die ägyptischen Behörden haben dementiert, das Al-Qaida-Führungsmitglied Saif al Adel festgenommen zu haben. Bei dem festgesetzten Mann handele es sich um einen ehemaligen Islamisten, aber nicht um den gesuchten Militärchef der Organisation, hieß es in Kairo.

© Getty Saif al Adel

Ägyptische Sicherheitskreise haben am Mittwoch ihre Angaben über die Festnahme des Al-Qaida-Führungsmitglieds Saif al Adel dementiert. Bei dem am Flughafen von Kairo ferstgenommenen Mann handele es sich um einen ehemaligen militanten Islamisten, nicht jedoch um den gesuchten Saif al Adel, hieß es am Mittwoch in Kairo. Der Festgenommene wurde demnach in seiner Heimat wegen seiner Mitgliedschaft in der Gruppierung al Dschihad gesucht. Zuvor hatten ägyptische Sicherheitskreise und die ägyptischen Staatsmedien die Festnahme al Adels gemeldet.

Der Festgenommene hatte vor Journalisten erklärt, er sei nicht wie von den Vereinigten Staaten vermutet der ranghohe Al-Qaida-Führer Saif al Adel und er habe nichts mit der Terrororganisation zu tun. Die Vereinigten Staaten führen Saif al Adel - das Pseudonym bedeutet „Schwert der Gerechtigkeit“ als Mohammed Ibrahim Makkawi auf ihrer Liste gesuchter Terroristen. Frühere Extremisten haben erklärt, die amerikanische Angaben seien falsch: Es handele sich um zwei verschiedene Personen.

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Der Verdächtige war nach Angaben von Flughafenmitarbeitern am Mittwoch nach seiner Landung in Kairo festgenommen worden. Er saß demnach in einer Maschine der Fluggesellschaft Emirates Airline von Pakistan, mit Zwischenstopp in Dubai. Den Angaben zufolge stimmten das Geburtsjahr und der im Pass angegebene Name mit dem von al Adel überein, der auch unter den Namen Mohammed Ibrahim Makkawi und Ibrahim Madani bekannt ist. Reporter beobachteten, wie der Mann bei seiner Festnahme bestritt, Chef des militärischen Arms Al Qaidas zu sein.

Quelle: dpa/AFP

 
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