25.01.2010 · In ihrem „evangelischen Wort zu Krieg und Frieden in Afghanistan“ lässt die EKD-Spitze weiterhin keinen Zweifel daran, dass sie dort zivilen Strategien den Vorrang gibt. Ein eindeutiges Wort zu „friedensethischen Kriterien“ des Militäreinsatzes aber bleibt sie schuldig.
Von Berthold KohlerAm 1. Januar konnte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) noch nicht anders: „Nichts ist gut in Afghanistan!“ schleuderte sie von der Kanzel der Frauenkirche auf die Häupter der in Dresden Versammelten und der in Berlin Regierenden herunter.
Das Urteil blieb nicht ohne Wirkung, wenn auch nicht unbedingt in der gewünschten Weise. Der Bischöfin wurden Naivität vorgeworfen und die Geringschätzung des Einsatzes der deutschen Soldaten am Hindukusch.
Das „evangelische Wort zu Krieg und Frieden in Afghanistan“, das ebenfalls den Namen Frau Käßmanns trägt, holt die Kirche nun zurück ins Dorf. Die EKD-Spitze lässt weiterhin keinen Zweifel daran, dass sie auch in Afghanistan zivilen Strategien den Vorrang gibt. Doch erkennt sie „erste Erfolge“ an, die ohne den Einsatz des Militärs nicht möglich gewesen wären. Auch die EKD-Oberen sehen gleichwohl „gegenwärtig nicht, dass der Einsatz anhand der friedensethischen Kriterien eindeutig gebilligt oder abgelehnt werden könnte“. Jetzt weiß man wieder, was man an der EKD hat.
Eindeutigkeit
Volker Kulessa (solelite)
- 25.01.2010, 20:56 Uhr
Nichts ist gut in der EKD
maren ostermeyer (famostermeyer)
- 25.01.2010, 22:27 Uhr
Bischöfin Käßmann zeichnet gesunder Menschenverstand aus!
Alfons Ringel (A.Ringel)
- 25.01.2010, 23:52 Uhr
Käßmann ist die Einzige, die ehrlich ist
Konstantin Schneider (bundesboy)
- 26.01.2010, 02:54 Uhr
Herr Kohler, mir scheint, die Botschaft hören Sie wohl...
Steffen Rupp (steffenrupp)
- 26.01.2010, 09:55 Uhr
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