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Abfahrt in Garmisch Vonn auf Weg in die Rekordbücher

04.02.2012 ·  Sieg-Jubiläum für Lindsey Vonn: Zum 50. Mal stand die amerikanische Skirennfahrerin am Samstag ganz oben auf dem Weltcup-Podest, zum 25. Mal in Der Abfahrt. Maria Höfl-Riesch verpasste in Garmisch das Podest.

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© dpa Obenauf: Lindsey Vonn hat in Garmisch allen Grund zu jubeln

Wieder einmal war Lindsey Vonn zu schnell für die Konkurrenz - zum 50. Mal im alpinen Ski-Weltcup. „Ich kann es nicht glauben. 50, das ist Wahnsinn, ich hätte niemals gedacht, dass ich so etwas erreichen kann“, schwärmte die Amerikanerin am Samstag nach dem Abfahrts-Weltcup in Garmisch- Partenkirchen.

Und die versammelte Elite konnte wieder einmal nur anerkennend gratulieren. „Sie ist halt einfach die Beste, das wissen wir schon seit längerer Zeit. Wenn bei ihr alles passt und wenn sie so fährt, wie sie kann, dann ist sie kaum zu schlagen im Moment“, sagte Maria Höfl-Riesch. Sie selbst zeigte sich als Vierte beim Heim-Rennen zufrieden.

Lange lag die mit Startnummer 3 ins Rennen gegangene Schweizerin Nadja Kamer vorne - bis Vonn kam. Zwar führte die Amerikanerin nicht wie gewohnt gleich von der ersten Zwischenzeit an, aber auf der eisigen Kandahar spielte sie bei offiziell minus 22 Grad mehr und mehr ihre Stärke aus. Im Ziel rangierte sie dann 0,41 Sekunden vor der Schweizerin. Und natürlich kam keine der wegen der Kälte zum Teil dick vermummten Fahrerinnen an die Zeit der Abfahrts-Olympiasiegerin heran.

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© dapd Am Podest knapp vorbei, trotzdem zufrieden: Maria Höfl-Riesch beim Auftritt daheim

Mit 50 Siegen auf dem Konto ist Vonn Dritte in der Rangliste der erfolgreichsten Weltcup-Fahrerinnen. Es führt die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll (62 Erfolge) vor der Schweizerin Vreni Schneider (55). Bedenkt man die Dominanz Vonns in den vergangenen Wintern, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die dreimalige Gesamtweltcupgewinnerin Moser-Prölls Bestmarke knackt. „Das kann ich mir gut vorstellen“, sagte die Österreicherin Elisabeth Görgl. „Man muss einfach zur Kenntnis nehmen, dass sie irgendwas viel besser macht als alle anderen.“

Hronek 19., Rebensburg 21.

Görgl selbst wurde am Ort ihre zwei WM-Siege aus dem Vorjahr Sechste. Wie vor zwölf Monaten reichte es für die zweimalige WM-Dritte Höfl-Riesch nicht zum Abfahrtssieg. Trotzdem war sie nicht unglücklich. „Ich bin zufrieden mit meiner Fahrt und dem Ergebnis“, sagte die 27-Jährige.

Den tiefen Temperaturen trotzte sie wie viele Sportlerinnen mit einer Maske im Gesicht. „Ich sehe es nicht ein, dass ich mir die Haut erfrier“, betonte die 21-malige Weltcup-Gewinnerin. Neben dem Gesichtsschutz waren am Samstag vor allem warme Plätze wie die Hütte am Herren-Start gefragt. „Es war ganz schön eng heute und dementsprechend warm, weil so viele Leute drin waren“, schilderte Viktoria Rebensburg.

Am Ende wurde sie selbst - ein wenig ratlos ob des Zeitrückstands von 2,68 Sekunden auf Vonn - 21. Als 19. fuhr Veronique Hronek ihr zweitbestes Abfahrts-Ergebnis ein. „Man kommt immer a Stückerl näher“, sagte die 20-Jährige aus Unterwössen.

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