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Sofortiges Aus für acht Atomkraftwerke Bundesrat billigt Atomausstieg

08.07.2011 ·  Der Ausstieg aus der Atomenergie ist perfekt. Der Bundesrat billigte am Freitag das bereits vom Bundestag beschlossene Gesetz, das die stufenweise Abschaltung aller Meiler in Deutschland bis zum Jahr 2022 vorsieht.

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Der Bundesrat hat den stufenweisen Atomausstieg bis zum Jahr 2022 am Freitag gebilligt. Damit ist auch das sofortige Aus für acht Atomkraftwerke endgültig. Bis September soll die Bundesnetzagentur entscheiden, ob eines der acht stillgelegten AKW für den Fall von Stromengpässen bis 2013 in Bereitschaft bleibt. Die stillgelegten Meiler sollen nun zurückgebaut werden.

Mit dem Beschluss der Länder wird als Folge der Katastrophe von Fukushima die erst im Herbst 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung endgültig zurückgenommen. Die Reihenfolge der Abschaltung bei den neun verbleibenden Atommeilern sieht so aus: 2015 Grafenrheinfeld, 2017 Gundremmingen B, 2019 Philippsburg II, 2021 Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen C sowie 2022 Isar II, Neckarwestheim II und Emsland.

Gesetz zur Förderung von Gebäudesanierungen gestoppt

Dagegen stoppte der Bundesrat am Freitag vorerst das Gesetz für eine stärkere Förderung von Gebäudesanierungen. Nun muss wahrscheinlich im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat eine Lösung gefunden werden. Die Länder wehren sich unter anderem dagegen, dass sie Steuerausfälle durch eine Abschreibung von Kosten für energetische Gebäudesanierungen mittragen sollen.

Bundesrat billigt Atomausstieg bis 2022

Die Ausfälle können sich auf bis zu 1,5 Milliarden Euro über mehrere Jahre belaufen. Wer sein Haus energetisch saniert, kann bis zu zehn Prozent der Kosten jährlich von der Steuer absetzen.

Zudem kritisieren die Länder, dass die neben der Steuerabschreibung geplante Förderung von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr nicht ausreiche, um tatsächlich eine Sanierungsquote bei allen Gebäuden von zwei Prozent jährlich zu schaffen. Das Gesetz war das einzige beim Atom- und Energiepaket, dem der Bundesrat zustimmen musste. Die anderen sieben Energiegesetze, darunter das Atomgesetz können hingegen wie geplant in Kraft treten.

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