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Energiewende RWE-Chef Großmann verlangt Entschädigung

02.07.2011 ·  RWE-Chef Großmann will Vermögensschäden durch die Energiewende ausgeglichen bekommen. Man suche einen „fairen Ausgleich“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Allein das Moratorium habe 150 Millionen Euro gekostet.

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Der Chef des RWE, Jürgen Großmann, verlangt von der Bundesregierung eine Entschädigung für die die Energiewende: „Wir wollen eine Kompensation für Vermögensschäden, die die Politik verursacht“, sagte Großmann im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS).

Man suche - auch mithilfe der Gerichte - einen „fairen Ausgleich“. Die Höhe der Forderungen wollte Großmann nicht beziffern. Doch allein das Moratorium nach dem Unfall von Fukushima habe den Energiekonzern 150 Millionen Euro gekostet. Hinzu kämen Schäden durch die generelle Verkürzung der Laufzeiten der Atomkraftwerke und die Kernbrennstoffsteuer, die aus Großmanns Sicht „ungerechtfertigt“ ist: „Die Steuer ist EU-rechtlich und verfassungsrechtlich problematisch“.

„Stabiles Geschäftsmodell“

Großmann bestritt, dass die Energiewende das Geschäftsmodell des RWE obsolet werden lasse: „Wir haben ein stabiles Geschäftsmodell von der Gasbohrung bis zum internationalen Handel“. Zudem werde „in Deutschland die Einsicht reifen, dass die Braunkohle noch lange gebraucht wird“.

Dass dies zugleich die Klimaziele negativ tangiere, bestritt Großmann nicht: „Richtig ist, dass das Ziel, Treibhausgase global zu begrenzen, mit den jetzigen Maßnahmen nicht funktionieren wird. Das Zwei-Prozent-Ziel ist nicht zu halten.“ Den Investoren des RWE, die unter der Ägide Großmann mehr als die Hälfte ihres Aktienkapitals verloren haben, verspricht Großmann bessere Zeiten: „Es wird ein Comeback der RWE -Aktie geben.“

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