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Immobilienmarkt Mieteinnahmen stabilisieren

07.04.2009 ·  Die Investoren sind auf den deutschen Immobilienmärkten bisher noch relativ glimpflich durch die Krise gekommen. Der Immobilienindex IPD zeigt für das vergangene Jahr kaum Abwertungen an. Doch das laufende Jahr wird härter.

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Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt sind relativ glimpflich durch das schwierige Jahr 2008 gekommen. Das signalisiert zumindest der am Donnerstag veröffentlichte Deutsche Immobilienindex (DIX), an dem sich einmal jährlich die von institutionellen Investoren erzielte Rendite ablesen lässt. Danach verringerte sich die Gesamtrendite vor Steuern und Finanzierung gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 3,5 Prozent.

Die negative Auswirkung durch Abwertungen von 1,4 Prozent wurden durch die Rendite aus laufenden Einnahmen von 5 Prozent begrenzt. Unterteilt auf die wesentlichen Nutzungsarten, waren mit Büros 2,8 Prozent, mit Wohnimmobilien 4,4 Prozent und mit Einzelhandelsobjekten 4,5 Prozent zu verdienen.

Das Jahresergebnis für den deutschen Immobilienmarkt fällt damit wesentlich besser aus als zum Beispiel für Großbritannien, wo der vergleichbare Index für 2008 ein Minus von 22,1 Prozent auswies. Das vergleichsweise gute Abschneiden wird von Investoren zum einen darauf zurückgeführt, dass auf dem deutschen Immobilienmarkt in den Jahren vor dem Ausbruch der Finanzkrise keine Übertreibungen wie in Großbritannien und Spanien zu beobachten gewesen seien. Zum anderen stützt sich ein Großteil der Bewertungen hiesiger Investoren auf die Stabilität der Mieteinnahmen, bei denen wiederum keine größeren Einbrüche zu verzeichnen gewesen seien.

Negative Gesamtrendite in diesem Jahr

Gesammelt werden die Anlageergebnisse, auf deren Basis der Deutsche Immobilienindex ermittelt wird, von der International Property Databank (IPD). An der jüngsten Erhebung beteiligten sich hierzulande 55 institutionelle Investoren. Nach Angaben des IPD-Deutschland-Geschäftsführers Daniel Piazolo bedeutet das im Segment der Immobilieninvestoren, die einmal jährlich ihre Bestände bewerten, eine Marktabdeckung von 44 Prozent.

„An dem Ergebnis wird deutlich, dass in Deutschland trotz der Finanzkrise weder die Mieten stark gesunken noch die Leerstände stark gestiegen sind“, kommentierte Piazolo das Ergebnis des vergangenen Jahres. Die Spannbreite des Gesamtertrags bewegte sich dabei zwischen einem Zuwachs von 8 Prozent und einem Verlust von 2 Prozent.

Für das laufende Jahr geht IPD davon aus, dass auch hierzulande unter dem Strich eine negative Gesamtrendite steht. Allerdings sollten die beobachteten größeren Abstände zwischen den einzelnen Märken erhalten bleiben. Die Datensammler erwarten, dass der deutsche Immobilienmarkt im europäischen Vergleich auch 2009 besser abschneiden sollte.

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