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Sonntag, 12. Februar 2012
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Einzelhandel München bleibt teuerstes Pflaster

15.05.2009 ·  Die bayerische Landeshauptstadt verteidigt souverän ihren Status als Standort mit den höchsten Ladenmieten in Deutschland. In der Kaufingerstraße kostet die Ladenfläche noch gut und gerne 310 Euro - je Quadratmeter wohl gemerkt.

Von Steffen Uttich
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In der besten Münchener Einkaufslage Kaufingerstraße sind Einzelhändler bereit, bis zu 310 Euro pro Quadratmeter an Miete zu bezahlen. Das geht aus einer aktuellen Marktstudie des auf Handelsimmobilien spezialisierten Maklerunternehmens Kemper's Jones Lang LaSalle hervor.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Spitzenmiete damit sogar noch einmal leicht um 10 Euro gestiegen. Trotz der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage erwartet Kemper's im weiteren Jahresverlauf keine Trendumkehr: „Die Flächennachfrage ist unverändert hoch und stabil.“

Großer Abstand

Mit der derzeit erzielbaren Spitzenmiete behauptet die Einkaufsstraße in der bayerischen Landeshauptstadt den Abstand zur Frankfurter Zeil, für die Kemper's eine Spitzenmiete von 270 Euro pro Quadratmeter ausweist, sowie zur Königsallee in Düsseldorf, zur Spitalerstraße in Hamburg und zur Königstraße in Stuttgart mit jeweils 230 Euro pro Quadratmeter.

An dieses Niveau reichen allerdings auch andere Einkaufsstraßen in München heran beziehungsweise übertreffen es. So gibt Kemper's die Spitzenmiete in der Neuhauser Straße mit 300 Euro pro Quadratmeter und auf der Luxusmeile Maximilianstraße mit 250 Euro pro Quadratmeter an. Entlang der Theatiner- und Weinstraße würden bis zu 240 Euro pro Quadratmeter gezahlt.

Vielfältiges Angebot

Das Maklerunternehmen Lührmann führt die Attraktivität der Münchener Innenstadtlagen neben der vorhandenen Wirtschaftskraft und der hohen Passantenfrequenz auch auf das heterogene Angebotsspektrum des Einzelhandels zurück. Immer noch machten familiengeführte Fachgeschäfte und örtliche Traditionsunternehmen in der Innenstadt 47,5 Prozent des Besatzes aus. Filialisten seien dagegen mit 44,2 Prozent unterdurchschnittlich vertreten.

„Das ist außergewöhnlich für eine Einkaufsmetropole dieses Formats und eines der Erfolgsgeheimnisse“, sagt Lührmann-Geschäftsführer Guido Kleinschmidt. München bleibe ein Türöffner für Handelskonzepte aller Art und ein beliebtes Sprungbrett für ausländische Unternehmen, um auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen.

Die Russen bleiben aus

Sichtbar wird die Finanzkrise nach Beobachtungen der Innenstadtmakler derzeit allenfalls durch einen spürbaren Rückgang der Kundschaft aus Russland und dem Nahen Osten. Trotzdem äußern sich hochpreisige Anbieter in der Maximilianstraße weiterhin zufrieden über die Kundenfrequenz und den Geschäftsverlauf. Neues Flächenangebot in bester Lage kommt nach dem Umbau der Residenzpost an der Maximilianstraße, Ecke Dienerstraße, auf den Markt.

Vorgesehen sind derzeit neben einer Büro- und Wohnnutzung auch rund 4500 Quadratmeter Einzelhandels- und Gastronomiefläche. Ende 2011 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Das Investitionsvolumen beträgt 350 Millionen Euro. Entwickelt wird das Projekt von Accumulata Immobilien Development und LBBW Immobilien.

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