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Basel Ancient Art Fair Aphrodite trifft Apollon

07.11.2009 ·  Streng kontrolliert und sorgfältig ausgewählt: die Höhepunkte der Antikenmesse „Basel Ancient Art Fair“ im Wenkenhof in Riehen.

Von Tilo Richter
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Zum sechsten Mal lädt die „Basel Ancient Art Fair“ in die Reithalle des Wenkenhofs in Riehen bei Basel. Fünfzehn der renommiertesten Händler aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, England und den Vereinigten Staaten präsentieren dort Werke der klassischen Antike, der Kunst Ägyptens und der frühen Hochkulturen Vorderasiens. Alle Teilnehmer sind Mitglieder der International Association of Dealers in Ancient Art, die für die Einhaltung strenger Richtlinien bezüglich Echtheit und Provenienz der Objekte bürgt.

Antikenhändler und -sammler sind die Exoten des Kunsthandels, der Kreis der Akteure ist überschaubar. Das Hauptstück der Royal Athena Galleries aus Athen/London ist der Marmorkopf einer Aphrodite für 485.000 Franken, die im ersten Jahrhundert nach griechischem Vorbild entstand. Der Londoner Händler Charles Ede hat eine beinah vollständige Statuette der Aphrodite, ebenfalls aus dem ersten Jahrhundert, mitgebracht; 800.000 Franken kostet das 52 Zentimeter große Meisterwerk.

Das steinerne Porträt eines Priesters

Am Stand von Cahn aus Basel findet sich zwischen großen Marmorskulpturen eine Pretiose: Eine attische rotfigurige Pelike, die um 460 bis 450 vor Christus getöpfert wurde, sucht für 68.000 Franken einen Liebhaber. Robert R. Bigler aus Zürich zeigt rund siebzig altägyptische Stücke, darunter einen Handspiegel mit Griff in Gestalt eines nackten Mädchens. Das Stück stammt aus der 18. Dynastie, also der Zeit um 1400 vor Christus (115.000 Franken). Einen schwarzen Steinkopf eines Priesters für 450.000 Franken kann die Genfer Galerie Sycomore offerieren: Das idealisierte Porträt eines Geistlichen mit Haarband ist wohl spät-ptolemäischen oder römischen Ursprungs.

Ein seltenes Mumienporträt eines Ägypters römischer Zeit, entstanden wohl Mitte des 4. Jahrhunderts, bietet Günter Puhze aus Freiburg für 170.000 Franken an. Von zwei gigantischen apulischen Kelchkrateren des berühmten Darius-Malers am selben Stand ist einer bereits verkauft (280.000 Franken). Die Göttinger Händlerin Roswitha Eberwein präsentiert ein ägyptisches Relieffragment aus Kalkstein mit Resten der Originalbemalung von um 1350 vor Christus, das einst Teil der Schweizer Privatsammlung Kofler Truniger war (Preis auf Anfrage).

Einen Satz von vier ägyptischen Kanopendeckeln stellt Archea Ancient Art aus Amsterdam aus (Preis auf Anfrage). Nicht alle Objekte bewegen sich in diesen oberen Preisregionen. Eine attische, rotfigurige Lekythos steht hier in der Vitrine und kostet 4250 Franken. Peter Haering aus Freiburg bietet antikes Kinderspielzeug an, kleine Kratere und Amphoren sind bei ihm für wenige hundert Euro zu haben.

Bis 11. November in der Reithalle Wenkenhof, Riehen. Täglich von 11 bis 19 Uhr. Eintritt 15 Franken.

Quelle: F.A.Z.
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