Sotheby's France hat seit Anfang September einen neuen geschäftsführenden Direktor. Guillaume Cerutti ist der Nachfolger von Philipp Herzog von Württemberg, der seit Herbst 2003, parallel zur Geschäftsführung von Sotheby's Deutschland, die Geschicke der Pariser Niederlassung des Auktionshauses lenkte und im vergangenen März zum Vizepräsident von Sotheby's Europe ernannt wurde. Guillaume Cerutti war von 1996 bis 2001 Generaldirektor des Centre Pompidou, und zwischen 2002 und 2004 leitete er das Kabinett des Kulturministers Jean-Jacques Aillagon. Sotheby's begrüßt seine „signifikante Erfahrung bei den höchsten französischen Institutionen“: Guillaume Cerutti hat an der Ausarbeitung des Gesetzes von 2003 für Firmensponsoring maßgeblich mitgewirkt. Zuletzt war der einundvierzig Jahre alte, in Marseille geborene Cerutti beim Wirtschafts- und Finanzministerium für die Abteilung Kartellaufsicht, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung zuständig. Philipp Herzog von Württemberg bleibt Sotheby's France als Akquisiteur und Auktionator verbunden. Im ersten Halbjahr 2007 ist der auf Auktionen und vor allem durch massive Kunstexporte erwirtschaftete Pariser Gesamtumsatz von Sotheby's gegenüber dem Vorjahr um neunzig Prozent gestiegen.