13.03.2006 · Vom 16. bis zum 19. März dauert die Frankfurter Messe für zeitgenössische und moderne Kunst, die der Galerist und Kunstberater Michael Neff, als externer Direktor für die Frankfurter Messegesellschaft, neu erfunden hat. Das Motto der ersten Schau lautet „High & Low“.
Von Rose-Maria GroppSo gemütlich wie in Marko Lehankas „Dorfgemeinschaftshaus“ wird und soll es in Frankfurt nicht werden, auch und gerade wenn Lehanka mit seinem „Werft-Hafen-Dorf“ eine der One-Artist-Shows auf der Premiere der „Fine Art Fair Frankfurt“ bestreitet.
Vom 16. bis zum 19. März dauert die Messe für zeitgenössische und moderne Kunst, die der Galerist und Kunstberater Michael Neff, als externer Direktor für die Frankfurter Messegesellschaft, neu erfunden hat - auf daß diese Stadt endlich ihren Ruf widerlege, hier wäre eben einfach keine Kunstmesse mit Nachhaltigkeit auf die Beine zu bringen. Nur knapp fünfzig Galerien sind für die Erstausgabe eingeladen. Sie haben sich zu Einzelpräsentationen ihrer Künstler verpflichtet, und die haben für diese Auftritte mit 15 000 Quadratmetern in der schicken neuen Halle 9.0 sattsam Raum.
„High & Low“ heißt das Motto, unter dem Neff mit seiner ersten Schau antritt. Eher Hochs denn Tiefschläge erwarten sich Veranstalter und Publikum von Teilnehmern wie Contemporary Fine Arts mit Jonathan Meese und Tal R, Bärbel Grässlin mit Herbert Brandl, Jesco von Puttkamer mit Zbigniew Rogalski, Meyer Kainer mit der Gruppe Gelatin oder von der Kunsthandlung Fichter, die sich romantischen Landschaften Ludwig Deurers widmet.
Begleitend zum Erstauftritt der Fine Art Fair Frankfurt finden an öffentlichen Orten der Stadt Performances statt. Prominentester Künstler ist im Programm unter dem Namen „Transit“ Santiago Sierra mit „The Punished“, einer neuen Arbeit. Neben anderen werden der Mexikaner Carlos Amorales und der Holländer Sasker Scheerder „Boom Cars“ zur Musik eines Lifekonzerts loslegen lassen und der in London lebende Italiener Franco B. wird da sein - die Künstler finden müssen dann die Betrachter.
Rose-Maria Gropp Jahrgang 1956, Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.
Jüngste Beiträge