13.03.2006 · Für eine Auktion zugunsten des Portikus, der international renommierte Kunsthalle der Städelschule in Frankfurt, haben achtzig Künstler eigene Werke mit auffallend günstigen Taxen zur Verfügung gestellt, die am 17. März um 18 Uhr auf der Fine Art Fair Frankfurt stattfindet.
Von Konstenze CrüwellFür den Portikus, die international renommierte Kunsthalle der Städelschule in Frankfurt, beginnt mit dem Umzug in einen spitzgiebeligen Neubau auf der Maininsel ein neues Kapitel in der fast zwanzigjährigen Geschichte.
Nicht neu ist, daß der Portikus Geld braucht. Als Geschenk zum Einstand haben nun achtzig Künstler eigene Werke für eine Benefizauktion mit auffallend günstigen Taxen zur Verfügung gestellt, die am 17. März um 18 Uhr auf der Fine Art Fair Frankfurt stattfindet. Am Pult werden Michaela Neumeister vom Auktionshaus Phillips, de Pury & Company und Michael Neff, der Direktor der neuen Messe, stehen.
Die Bilder und Objekte spiegeln die portikustypische Mischung aus internationaler Kunstprominenz und shooting stars von morgen wider: Richard Artschwager hat die Arbeit „Five Drawers“ aus den siebziger Jahren gestiftet, die mit dem verblüffend niedrigen Mindestgebot von 7000 Euro aufgerufen wird. Andreas Gursky steuerte das unlimitierte C-Print „supernova“ bei (Taxe 7500 Euro), Thomas Ruff ebenfalls unlimitierte Porträts (1500), Thomas Hirschhorn die große Papierarbeit „Hors Série“ (7500) und Jeppe Hein „small neon cube“ (2500).
Für William Kentridges „Large Typewriter“ gilt ein Mindestgebot von tausend Euro. Louise Lawlers Foto „This is not a Cupcake“ ist auf 1200 bis 1500 Dollar geschätzt, Sol LeWitts Zeichnung „Elevation for Conderblock“ auf 4500 bis 6500 Euro, Gabriel Orozcos „Drained Pot“ auf 13 000 Dollar, eine neue Fotoarbeit von Matthew Barney auf 15 000 Dollar.