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Pace und Wildenstein Künftig wieder getrennt

 ·  Nach siebzehn gemeinsamen Jahren beenden Arne Glimcher und Guy Wildenstein ihre geschäftliche Partnerschaft.

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Es ist kein Scherz gewesen: Am 1. April wurde verkündet, dass die Pace Wildenstein Gallery, eine der mächtigsten New Yorker Galerien überhaupt, sich nach siebzehn Jahren Partnerschaft wieder aufteilt und ihre Galeristen in Zukunft wieder getrennte Wege einschlagen - mit der Pace Gallery und als Wildenstein & Co. Der Pace-Begründer Arne Glimcher und Guy Wildenstein aus der gleichnamigen Kunsthändlerdynastie ließen verlauten, dass die Familien trotz der geschäftlichen Trennung eng befreundet bleiben werden und dass zukünftige Gemeinschaftsprojekte nicht ausgeschlossen seien.

Es sieht nun so aus, dass Pace die drei bisher gemeinsam mit Wildenstein bespielten New Yorker Galerien auf der 22. Straße, der 25. Straße und in dem Haupthaus auf der 57. Straße sowie die im Jahr 2008 gegründete Filiale in Peking allein weiterführen wird, während Wildenstein & Co. die seit mehr als 75 Jahren angestammte Adresse auf der 64. Straße beibehält.

Gegründet im Jahr 1875

Arne Glimcher begründete die Pace Gallery vor fünfzig Jahren in Boston und organisierte früh Ausstellungen für die Pop-Art, zum Beispiel mit Werken von Andy Warhol und Claes Oldenburg. Im Jahr 1963 zog die Galerie nach New York um. Neben museumswürdigen Ausstellungen von Künstlern wie Alexander Calder und Mark Rothko vertritt Pace auch Zeitgenossen wie Julian Schnabel, Kiki Smith, Maya Lin und Zhang Xiaogang sowie die deutschen Künstler Tim Eitel und Carsten Nicolai.

Die Firma Wildenstein wurde schon im Jahr 1875 in Paris gegründet. Seitdem handeln fünf Generationen mit Kunst von Giotto über Michelangelo bis hin zu Monet und Picasso und beliefern Museen und Sammler in aller Welt. Wildenstein repräsentiert aber keine lebenden Künstler, auch wenn das Wildenstein Institute zum Beispiel das Werkverzeichnis von Jasper Johns erarbeitet. Dieser kunsthistorische Zweig der Firma unterhält eine umfangreiche Bibliothek und ein Archiv in Paris und erarbeitet und publiziert unter anderem Werkverzeichnisse, darunter die von Fragonard, Monet und Vuillard.Über die finanziellen Aspekte der Trennung, die nicht unaufwendig gewesen sein können angesichts der gemeinsamen Bestände, war bei der Pace Gallery nichts zu erfahren.

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