26.11.2009 · Herrscherporträts umrankt von Akanthus und Rocaille zeigt ein silberner Deckelhumpen aus Frankreich. Er ist das Hauptlos der Auktion mit Kunst und Kunsthandwerk bei Art & Auktionen Scheublein in München.
Von Brita Sachs, MünchenSilber entwickelt sich immer mehr zum Schwerpunktthema bei Art & Auktionen Scheublein in München. Erneut sorgt es für einen strahlenden Einstieg in die Auktion am 27. November. Französische Einfuhrstempel marken das auf 27.000 Euro angesetzte Spitzenstück, einen teilweise vergoldeten Deckelhumpen auf Kugelfüßen.
Er bildet Herren mit Allongeperücken ab, die viel Akanthusblatt und Rocaillenschmuck umrankt, und stammt aus dem fortgeschrittenen 17. Jahrhundert. Ein modernes Kaffeeservice aus Dänemark, es wurde 1933 von Evald Nielsen hergestellt, besticht mit ovoiden und gebauchten Formen der Grundkörper und wenig Schnörkeldekor (Taxe 1500 Euro).
Ein Puppenherd mit Wasserkessel
In der Schmuckofferte steckt eine Gruppe von neun Schweizer Taschen- und Sprungdeckeluhren aus dem 19. Jahrhundert, die preislich schon bei 180 Euro beginnt. Das vom Kunsthandwerk dominierte Angebot hält unter den Fayencen einen Nürnberger Birnkrug bereit, den wohl der Hausmaler Abraham Helmhack 1697 mit dem Agnus Dei und einer Flusslandschaft bemalte, in welcher sich auch Johannes der Täufer und der heilige Christophorus tummeln (8000).
Den Puppenherd, ein Klassiker unter den Weihnachtsgeschenken für Kinder, gibt es, hundert Jahre alt und wohl von Märklin produziert, mitsamt Kupfertöpfen, Wasserkessel und -schiff, auf 400 Euro taxiert. „Pompei 80“ schrieb Hans Thoma unter sein Monogramm auf ein Vesuv-Aquarell, das mit 3200 Euro die Grafikpartie anführt. Bei den Gemälden liegt ein Blumenstillleben des Georgius van Os mit 15.000 Euro vorn.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |