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Alte Kunst Billiger Dom

01.07.2007 ·  Mit James Webbs „Ansicht von Köln mit dem unvollendeten Dom“ hat das Kölner Auktionshaus Van Ham im vergangenen Jahr bereits gute Erfahrung gemacht. Auf seiner Auktion mit Alter Kunst vom 5. bis 7. Juli versteigert es jetzt die vierte Fassung des Gemäldes mit einer Taxe von 40.000 Euro.

Von Catrin Lorch
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Die „Ansicht von Köln mit dem unvollendeten Dom“ war die Überraschung der Herbstauktion 2006 mit Alter Kunst bei Van Ham in Köln: Als der Hammer bei 205.000 Euro fiel, erzielte das Kölner Auktionshaus einen Rekord für ein Motiv des britischen Malers James Webb. Nun kann Auktionator Markus Eisenbeis eine bisher unbekannte Variation des Motivs für die Auktion Alter Kunst am 5. bis 7. Juli ankündigen: Die vierte Fassung ist mit einer Größe von 76 mal 128 Zentimetern etwas kleiner als das erfolgreiche Monumentalformat und zudem nicht signiert. So ist das Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Bild auf vergleichsweise bescheidene 40.000 Euro taxiert.

Unter den 1700 Losen der Auktion, bei der neben Alten und Neuen Meistern auch Kunstgewerbe aufgerufen wird, fällt eine „Anbetung der Könige“ auf, die, dem Meister des Seligenstädter Altars zugeschrieben, am Mittelrhein des 16. Jahrhunderts entstanden sein müsste und daher mit 28.000 Euro bewertet wurde. In ansprechender Farbigkeit drängen sich Könige, Hirten und die Heilige Familie in einer engen Komposition, die als Hochformat mit den Maßen 87,5 mal 56 Zentimetern fast wie eine überfüllte Bühne wirkt und Maria in einer eleganten Architektur am rechten Bildrand plaziert. Eine Darstellung des Toten Meeres von der Hand Eugen Brachts gehört zum Angebot der Neuen Meister: Das Gemälde aus dem Jahr 1891 ist auf 16.000 Euro taxiert. Die hübsche Flusslandschaft „Winter an der Erft“ von Max Clarenbach ist mit 6500 Euro genauso hoch bewertet wie Hermann Eschkes „Stürmischer Tag an der Küste“.

Ein Spiegelkabinett à deux corps mit polnisch-sächsischem Allianzwappen ist das schönste Los des Kunstgewerbes: Es entstand in Dresden um 1750 - wohl für das Haus Wettin -, und ist mit 28.000 Euro sicher nicht zu hoch eingeschätzt.

Quelle: F.A.Z., 30.06.2007, Nr. 149 / Seite 48
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