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: Tschechischer Investor erwirbt Reisesparte von Unister

  • Aktualisiert am

          Leipzig (dpa) - Das insolvente Internetunternehmen Unister in Leipzig hat seine Reisesparte verkauft. Unister-Travel sei an die Gesellschaft Rockaway Capital SE mit Sitz in Prag veräußert worden, teilte Insolvenzverwalter Lukas Flöther in Leipzig mit.

          Zu dem Unternehmen gehören die Portale ab-in-den-urlaub.de, urlaubstours.de, reisen.de, billigflüge.de und reisegeier.de. Alle 520 Arbeitsplätze im Travelgeschäft sollen erhalten bleiben. Nach Angaben von beiden Seiten ist über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart worden. Die Gläubiger haben dem Verkauf bereits zugestimmt. Der Betriebsübergang ist für den 1. Januar 2017 geplant.

          Rockaway Capital ist nach eigenen Angaben der führende Internetinvestor in Mittel-und Osteuropa. Mit dem Online-Anbieter Invia betreibt er bereits eine etablierte Marke auf dem osteuropäischen Reisemarkt, so in Tschechien, Polen, der Slowakei und Ungarn. «Da Invia und die ehemaligen Unister-Unternehmen auf dem gleichen Geschäftsmodell basieren, werden wir unsere gebündelten Kräfte nutzen, um einen gesamteuropäischen Marktführer im Online-Reisesegment zu schaffen», sagte Jaroslaw Czernek, Rockaway Investment Partner und Aufsichtsratsvorsitzender bei Invia.

          Der Standort Leipzig soll künftig ausgebaut werden, sagte Czernek. Investitionssummen wollte er nicht nennen. Rockaway wolle sich stark auf ein lokales Team und das Management in Leipzig stützen. Der Standort Leipzig sei der erste Schritt für den Einstieg in den westeuropäischen Markt.

          Mit dem Verkauf von Shopping.de ist am Freitag auch das erste Non-Travel-Portal des Unister-Konzerns veräußert worden, wie der Insolvenzverwalter weiter mitteilte. Erwerber sei die Karlsruher Solute GmbH, die das Preis- und Produktvergleichsportal billiger.de betreibt.

          Nach dem Tod der beiden Unister-Gesellschafter Thomas Wagner und Oliver Schilling bei einem Flugzeugabsturz im Juli hatte das Unternehmen mit damals 900 Beschäftigten Insolvenz angemeldet.

          Quelle: dpa

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