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: Eisenbahnbrücke gerammt: Keine technischen Mängel am Schiff

  • Aktualisiert am

          Weener (dpa) - Die Kollision eines Frachters mit einer der längsten deutschen Eisenbahnbrücken ist nicht auf einen technischen Fehler am Schiff zurückzuführen.

          Die technische Untersuchung sei abgeschlossen, das Schiff sei wieder freigegeben, sagte Karsten Wolff von der zuständigen Zentralen Polizeidirektion in Hannover am Samstag. Bei dem Unfall am Donnerstagabend war die 335 Meter lange Emsbrücke bei Weener in zwei Teile gerissen worden. Sie ist die längste Klappbrücke in Deutschland.

          Die genaue Unfallursache ist noch nicht geklärt. Menschliches Versagen sei nicht auszuschließen, sagte Wolf. Die Brücke kann nach Angaben der Deutschen Bahn nicht mehr repariert werden. Ein Neubau wird Jahre dauern. Solange werden Reisende zwischen Leer und dem niederländischen Bad Nieuweschans auf Busse umsteigen müssen.

          Auf der Ems können zunächst auch nur Binnenschiffe die Unfallstelle passieren. Die Seeschiffe müssen warten, bis das Mittelteil der Klappbrücke mit einem Schwimmkran gehoben ist. Das soll nach Angaben der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Laufe der kommenden Woche geschehen. Somit liegt auch der Unglücksfrachter weiter im Hafen von Papenburg. «Er könnte auslaufen, kann aber nicht, weil die Durchfahrt für ihn gesperrt ist», sagte Wolff.

          Der 100 Meter lange Frachter hatte am Donnerstagabend den Hafen in Papenburg verlassen. Etwa eine Stunde später war das unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Schiff in die geschlossene Klappbrücke gefahren. Normalerweise meldeten sich Schiffe per Funk beim Brückenwärter an und bekämen dann eine Rückmeldung, ob sie passieren dürften oder noch warten müssten, erläuterte ein Bahnsprecher. Zusätzlich leuchte eine Ampel rot oder grün. Menschen wurden bei der Kollision nicht verletzt.

          Quelle: dpa

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