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: Darmstadts Arzt Pöttgen: Doping gibt es in jeder Sportart

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          Darmstadt (dpa) - Teamarzt Klaus Pöttgen vom Bundesliga-Aufsteiger SV Darmstadt 98 schließt Doping im Fußball nicht aus. «Sie können in jeder Sportart durch die Anwendung unerlaubter Substanzen eine Leistungssteigerung erzeugen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

          Allerdings werde im Fußball mittlerweile sehr häufig kontrolliert. «Heute ist das Risiko, erwischt zu werden, extrem hoch. Ich denke, das ist inzwischen ein gutes System.» Wenn man heute von Doping im Fußball höre, handele es sich seiner Ansicht nach meist um «unglückliche Fälle, bei denen die Substanzen nicht bewusst eingenommen wurden», erklärte der Internist. Um das in Darmstadt zu verhindern, nimmt er auch die Profis in die Pflicht: Alle Nahrungsergänzungsmittel, die nicht vom Verein kommen, müssen ihm von den Spielern gezeigt werden.

          Um die versehentliche Einnahme verbotener Medikamente zu verhindern, seien die Spieler angehalten, auf ihren Handys die App der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) zu haben. Es spiele dann keine Rolle mehr, ob sie ein Medikament selbst kauften, irgendwo verordnet oder von der Oma in die Hand gedrückt bekämen. «Sie können, nein, müssen sogar prüfen, ob sie es einnehmen dürfen, forderte Pöttgen.

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